Wenn ich wegen Covid-19 nicht mehr reisen darf, träumt es mir vom Leben zurück

@Radlerdelphin

Tu Dir keinen Zwang an,
Hab Mut,
Gib Dir Zeit,
Laß Bremser und Besserwisser hinter Dir,
Verpaß NIE Deine Träume !

Im beruflichen Leben schafft man es auch, eine Expedition mit dem Fahrrad zu unternehmen.

Als ich im Sommer 2008 in den Føroyar Inseln auf meinen eigenen 4 Rädern
mit meinem Vorkriegswagen Hotchkiss AM2, Jahrgang 1925, war,
traf ich in Tórshavn einen alten Mann mit 72, der von Wien mit seinem bio-Fahrrad bis dorthin geradelt war.
Also durch AT, D, FR, England, the Midlands, the Highlands und dann die Fähre in Thurso, Schottland.

Er nahm dann wieder die einzige Fähre, die Nörrona, die für den Nord-Atlantik gebaut ist,
um noch die Tour von Island zu machen, und dann hatte er wieder die ganze Strecke bis nach Wien zurückgespult,
wie er es mir später schrieb. Er war nur 11 Jahre jünger als mein Auto.

Auf dem Gepäckträger hatte dieser ehrwürdige und bescheidene Mann
nach hinten schießend zwei Krückstöcke aus Aluminium,
und tatsächlich humpelte er wie ein wackliger Greise, sobald er vom Fahrrad runter war.
Er erklärte mir, daß "seine beiden OPs mit künstlichen Hüftgelenken nicht so gelungen waren",
und daß "er so von seiner vor kurzem gestorbenen Frau hatte Abschied nehmen wollen".
Er sagte mir >>> "Auf dem Radl finde ich noch meine Balance".

Und ich versprach mir, wie Du jetzt, dann sofort im Inneren, aber noch ohne daran zu glauben,
daß ich in meinem Ruhestand das gleiche machen werde.
Aber 10 Jahre vor meinem Ruhestand hatte ich es auch mit dem Fahrrad zu reisen begonnen,
nachdem ich mit meinem Hotchkiss noch bis sehr weit oberhalb des Polarkreises
am westlichen Ende Finlands und in Nord-Norwegen fuhr.

Finland war flach, und ich sagte mir, das kann ich auch mit dem Vélo.
Mit dem Fahrrad ist der Werkzeugkasten sehr viel leichter als mit einem Vorkriegswagen, und es klappte.
Und dann erorberte ich noch dreimal die Lofoten und Vesterålen Inseln,
und zweimal den Nordkapp, aber NUR mit bio-Rad, Liegerad,
und wieder mit Upright und Einrad-Anhänger, mit Werkzeug im Rollo des Toilettenpapiers.

Dann, wo ich doch endlich angefangen habe, mit Pedelec zu fahren und sogar zu reisen,
muß ich wieder mit Werkzeugkasten reisen. Denn 1) Bosch Performance Speed, 2) Bosch CX, 3) Maxon,
4) Go Swissdrive, und 5 &  6) zwei Shimano STePS E7000 mußten sehr früh mit Motorschaden kollabieren,
und ich fahre nur cool, konstant auf dem Asphalt wie eine besonnene Dampflok.
Ich hatte da meinen Master's Graduate Studenten ès Management
über Qualitätsprodukt- und Lebenszyklusmanagement jeden neuen Semester was neues zu erzählen.

Und da sind wir also wieder beim Thema, daß man zuerst noch lange vor dem Umbau reparieren muß.
Ich habe vergessen, mein Rohloff kollabierte halwegs (wollte nicht mehr alle Gänge und knatterte) in den Lofoten,
und sogar mein Pinion 18, der mir aber binnen 7 Tagen ersetzt wurde.
Also sind in dieser Beziehung nur die Firmen >>> Bosch, Shimano, Go Swissdrive und Pinion ohne zu zögern und ehrlich gewesen.
Mit Rohloff und Maxon hatte ich Pech und nur viel Geld binnen kurzer Zeit verloren.

Nur mein jetziger E8000, den ich im Garantie-Austausch als dritter Motor gegen Shimano E7000 bekam,
hat letztes Jahr und mit exakt 11004 Kilometern gehalten, und scheint es so weiter zu wollen.

 

Also, gib Dir das Glück, weil Du es Dir wert bist ;)

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